Medienspiegel    

In loser Folge finden Sie hier Auszüge, Links und Kommentare zu interessanten Artikeln rund um das Thema Handicap.

 

 

 


25.10.2017

 

Einarmiger Tinder-Star:
Hat sie das beste Halloween-Kostüm aller Zeiten?


 

Das ist wirklich cool! Mit ihrem Halloween-Kostüm beweist Lauren (21), dass Humor die beste Medizin ist.

Vor zwei Jahren war die 21-Jährige in einen schlimmen Verkehrsunfall verwickelt. „BuzzFeed News“ erzählte sie: Ich war sehr schnell mit meinem Motorrad unterwegs, als ich plötzlich die Kontrolle verlor. Ich flog vom Rad und prallte gegen ein Schild, welches mir den Arm abtrennte. Ich war die ganze Zeit bei Bewusstsein.“

Zu ihrem Glück reagierte ein Polizist schnell und versorgte die Wunde. Lauren konnte sich vollständig von dem Unfall erholen, lebt seitdem Lauren jedoch mit nur einem Arm.

Sie hat sich nie die Mühe gemacht, ihr Handicap zu verstecken. Lauren erklärte: „Ich habe es nie wirklich versteckt. Menschen sehen eine solche Behinderung nicht oft, aber viele Leute sagen mir, dass es ihnen wirklich hilft, weil sie auch Gliedmaßen vermissen oder behindert sind.“

Den richtigen Umgang mit der Situation musste Lauren auch erst lernen. „Am Anfang fand ich es gar nicht in Ordnung, wenn jemand Scherze darüber gemacht hat! Aber dann habe ich selbst damit angefangen, Witze zu reißen und es hat mir sehr geholfen.“

Ihr aktuellster Post beweist, dass Lauren mit sich und ihrer Situation im Reinen ist. Es ist mit Sicherheit eines der besten Halloween-Kostüme, was man sich für sie vorstellen kann. Täuschend echt geschminkt sieht es so aus, als ob Lauren gerade erst der Arm abgerissen worden sei.

Auf Instagram und Twitter erntet sie jede Menge Lob für so viel Selbstironie. Ein Bild ihres Tinder-Profils wurde aufgrund der Bildunterschrift ein viraler Hit. Dort schrieb sie: „Mein Gesicht bekommt eine 10/10, mein Körper eine 9 von 10, meine Persönlichkeit 20/10 und meine Arme 1 von 2“.

Auch dieser Beitrag beweist: Lauren mag zwar ihren Arm verloren haben, aber ihren Humor und ihre Persönlichkeit kann ihr keiner nehmen.(dhu)

Hier geht es zur Quelle:
http://www.newsrepublic.net/detail/05DD84F0F810100001_depid=14&referrer=200620&showall=1&mcc=262

 


 

14.10.2017

Frau verliert alle Gliedmaßen nach einer Geburt
wegen Nekrotisierender Fasziitis

Am 2. März kam ihr Sohn gesund zur Welt – das kanadische Pärchen Lindsey H. und Mike S. krönte sein Verlobungsglück mit einem gemeinsamen Kind. Drei Tage später durfte die junge Mutter das Krankenhaus verlassen. Plötzlich hatte sie starke Unterleibsschmerzen. Dann nahm eine Tragödie ihren Lauf.

Die kanadischen "CTV News" berichten von dem schrecklichen Fall in der Stadt Halifax. Lindsey H. (33) kehrte sofort in die Klinik zurück, nachdem die starken Schmerzen eingesetzt hatten.

Die lapidare Diagnose der Ärzte: Verdauungsprobleme. Die Schmerzen der Mutter steigerten sich zurück zu Hause bis ins Unerträgliche.

Als das Paar erneut ins Krankenhaus fuhr, stellten die Ärzte eine andere Diagnose: eine schwere Infektion (nekrotisierende Fasziitis), die Gewebe wie Muskeln und Haut angreift.

Der Auslöser scheinen Bakterien gewesen zu sein, die wahrscheinlich durch eine Verletzung der Plazenta in den Körper der Frau eingedrungen sind.

Familie will das Krankenhaus verklagen

Die Infektion war so weit vorangeschritten, dass die junge Frau in Lebensgefahr schwebte. Die rettende Maßnahme veränderte das Leben der 33-Jährigen für immer: Ihr mussten sowohl beide Arme als auch Beine amputiert werden.

Inzwischen hat die Mutter den Schock verkraftet und glücklicherweise ihren Lebensmut nicht verloren, wie ihr Verlobter berichtet.

Allerdings erwägt die Familie nun rechtliche Schritte, denn ihrer Meinung nach wurde die Infektion von den Ärzten entweder übersehen oder noch schlimmer, erst durch Bakterien im Krankenhaus bei der Geburt des Kindes verursacht.

Bei einer richtigen Diagnose oder guten hygienischen Zuständen wäre die Amputation wohl nicht nötig gewesen.

Für die sehr kostenintensive Pflege Lindseys hat ihre Schwägerin ein Spendenkonto eingerichtet. Durch das große Medienecho des Falls und die Hilfsbereitschaft der Kanadier kamen so bisher rund 80.000 Euro zusammen. Das Geld ist bitter nötig, denn Lindsey H. benötigt bald eine neue Niere. (cf)

 

 

 


08.10.2017
 


"Kämpft gegen eure Ängste" 

23-Jährige zur "Miss Wheelchair World" gekürt 

Eine Studentin aus Weißrussland hat den ersten weltweiten Schönheitswettbewerb für Rollstuhlfahrerinnen gewonnen. Bei ihrer Krönung in Warschau machte sie anderen Frauen
mit Behinderung Mut.

Hier geht es zum ganzen Artikel auf Spiegel online:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/polen-schoenheit-im-rollstuhl-23-jaehrige-zur-miss-wheelchair-world-gekuert-a-1171810.html 

 



Diese Mumien-Prothese verblüfft Wissenschaftler

Wie und warum eine ägyptische Priestertochter ihren rechten Zeh verlor, ist nicht überliefert. Die Prothese, die sie sich anfertigen ließ, versetzt Forscher jedoch in Begeisterung: Sie sei ein besonderes Beispiel für "Ästhetik und Tragekomfort". 

Eine Prothese muss gut sitzen und Tragekomfort bieten, das wussten schon die alten Ägypter: Basler Forscher haben einen fast 3000 Jahre alten Zeh aus Holz mit neuesten Methoden untersucht und dem Kunsthandwerker Höchstnoten erteilt. "Der künstliche Zeh aus dem frühen ersten Jahrtausend vor Christus zeugt vom Geschick eines Kunsthandwerkers, der mit der menschlichen Physiognomie bestens vertraut war", berichtet die Universität Basel

http://www.stern.de/gesundheit/zeh-aus-holz--aegyptische-prothese-begeistert-wissenschaftler-7504582.html?utm_campaign=social-flow&utm_source=facebook-fanpage&utm_medium=link


Busverbot für E-Scooter-Fahrer

Behinderte müssen draußen bleiben

Stellen Sie sich vor, Sie wollen Bus fahren und dürfen nicht. In einigen deutschen Städten haben Behinderte, die auf E-Scooter angewiesen sind, seit Kurzem Mitfahrverbot. Eine deutsche Bürokratenposse.

 

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/busverbot-fuer-e-scooter-fahrer-behinderte-muessen-draussen-bleiben-a-1138990.html

 

 



Frau im Rollstuhl

Dieb klaut Rucksack samt Beatmungsgerät

Durch den Diebstahl eines Rucksacks hat ein Unbekannter eine behinderte Frau in Lebensgefahr gebracht. Im Rucksack steckte ihr Beatmungsgerät.

 
 

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kriminalitaet-dieb-klaut-rucksack-mit-beatmungsgeraet-a-1136184.html

 

 


09.03.2017
 
"Was genau ist bitteschön Verhinderungspflege?"

Nicht jeder Begriff des Pflege-ABCs erschließt sich beim ersten Hinschauen. 
Der VDK gibt auf seiner Facebookseite in einem Erklär-Video Auskunft.

 

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kriminalitaet-dieb-klaut-rucksack-mit-beatmungsgeraet-a-1136184.html

 


 

 

Wheelymum

Der Blog von und mit einer Mama mit Behinderung und chronischer Krankheit mit Familienleben

Das Herzthema meines Blogs ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass es auch uns Eltern mit Behinderung gibt.
Meistens werden wir nicht wahrgenommen, belächelt oder bevormundet. Das darf nicht sein. Wir sind Eltern wie alle Eltern, die Kinder haben. Wir lieben unsere Kinder und stehen für sie ein.

 
 
 
 

Menschenrechtsverletzungen aufdecken

Veröffentlicht bei kobinet am 

 
Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul 
Bild: Irina Tischer

Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul

Kassel (kobinet) Gestern Abend hat das Team Wallraff von RTL einmal wieder bestätigt, was denjenigen so schwer im Magen liegt, die sich behindertenpolitisch engagieren und die vielen Geschichten der Herabwürdigung und der Menschenrechtsverletzungen von behinderten Menschen, die in Einrichtungen der sogenannten Behindertenhilfe leben oder in solchen Einrichtungen gelebt haben, kennen. Dies veranlasste kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul zu folgendem Kommentar:

Anhand von zwei Werkstätten und einem Wohnheim der Lebenshilfe wurde mit versteckter Kamera ein Eindruck davon vermittelt, wie herabwürdigend behinderte Menschen zum Teil behandelt und welche Menschenrechtsverletzungen sie im weitgehend geschlossenen System deutscher Heime und Werkstätten meist ohne Chance auf Veränderung und unter Hinnahme der Beschäftigten und Leitung hinnehmen müssen.

Die Reaktionen, die ich in kürzester Zeit per SMS und WhatsApp zum Teil schon während der Ausstrahlung des Beitrags in RTL erhielt, brachten Entsetzen, Unverständnis und auch viel Ärger zum Ausdruck. Und diesen Ärger kenne ich schon seit sehr sehr vielen Jahren, denn ich kenne viele Geschichten von behinderten Menschen über massive Menschenrechtsverletzungen in sogenannten Behindertenheimen und -werkstätten. Nicht zuletzt musste ich drei Jahre lang bei meiner eigenen Mutter den schmalen Grad zwischen dem Kampf für Verbesserungen und ihrer hohen Abhängigkeit vom Personal des Altenheims erleben. Und ich erlebte, wie schwer es ist, sich diesen weitgehend geschlossenen Systemen der Herabwürdigung entgegenzusetzen - und das bei einem Altenheim, dass sich damit brüstete die Begutachtungsnote 1,0 zu haben. Der Satz "Sag bloß nichts" klingt mir heute noch bitter in den Ohren, denn ich musste mich daran halten, da meine Mutter genau wusste, dass sie negative Konsequenzen von einigen Mitarbeiterinnen zu spüren bekam, wenn wir uns beschwerten. Diese Mauer des Schweigens und der alltäglichen Duldung von Herabwürdigungen und Menschenrechtsverletzungen in vielen Einrichtungen für behinderte und ältere Menschen hat sich das Team Wallraff entgegengestemmt. Dafür gebührt ihnen ein großer Dank und Nachahmung für eine solche Berichterstattung kann nur empfohlen werden. 

Viele werden nun aber auch sagen, dass dies doch extreme Einzelfälle sind, dass das Personal nur besser geschult und natürlich besser bezahlt werden muss, dass die Vergehen geahndet werden müssen oder gar, dass es ja gar nicht anders geht, weil die finanziellen Ressourcen für eine Unterstützung zu Hause oder in kleinen Gruppen von maximal drei bis fünf Personen nicht möglich ist. Und damit wird das schwierige Thema spätestens heute Abend wieder runtergeschluckt sein, denn man kann ja eh nichts machen. Und man wendet sich wieder anderen Fragen zu, denn davon gibt es in dieser weiten Welt ja sehr viele.

Die Berichte des Teams Wallraff sind aber keine Einzelfälle, davon kann Claus Fussek aus München seit Jahrzehnten ein schreckliches Lied singen. Dahinter steckt System, ein System von weitgehend geschlossenen Einrichtungen, ein System mit enormer Macht gegenüber behinderten Menschen und ihren Angehörigen, die sich kaum zur Wehr setzen können. Ein System, dem ein weitgehend zahnloser Tiger der Heimaufsichten entgegensteht. Und hier kann man der Lebenshilfe sicherlich auch ein paar Fragen stellen. Wäre es beispielsweise nicht angebracht, dass sich der Verband, den die Eltern von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung gegründet haben, endlich seine Rolle verändert. Weg vom Anbieter von Leistungen mit all seinen Befangenheiten und wirtschaftlichen Eigeninteressen, hin zum Verband, der die Menschenrechte behinderter Menschen in den Mittelpunkt stellt und die Einrichtungen auch dahingehend kritisch unter die Lupe nimmt und Missstände offen aufdeckt statt um das Nest nicht zu beschmutzen unter den Teppich kehrt?

Fragen sind aber auch an die MitarbeiterInnen von Einrichtungen gerichtet. Warum werden so viele Menschenrechtsverletzungen von anderen MitarbeiterInnen stillschweigend geduldet? Warum begeben sie sich immer wieder in Komplizenschaft, in dem sie herabwürdigendes Handeln hinnehmen? Warum werden diese Systeme gerade auch von den MitarbeiterInnen immer schön geredet, wo jeder weiß, wie unschön es ist, in einer Einrichtung leben zu müssen und dies kaum jemand freiwillig wählt? Zu hoffen bleibt nur, dass mehr Menschen den Mut haben, solche Missstände aufzudecken und sich diejenigen, die politisch verantwortlich sind, nicht weiter wegducken.

Die Diskussion um das Bundesteilhabegesetz, um den damit verbundenen Kostenvorbehalt und um das Zwangspoolen haben deutlich gemacht, dass es als PolitikerIn wohl weitaus angenehmer ist, die Einweihung neuer Heime mit Schnittchen und Sekt zu feiern, als ernsthafte gesetzliche Relungen für die Abschaffung dieses Aussonderungs- und Herabwürdigungssystems und die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu ergreifen. Damit machen sich aber all diejenigen, die die Hand im Bundestag für dieses Gesetz gehoben haben, mitschuldig.

Für das Team Wallraff und die Behindertenbewegung bleibt damit also noch recht viel zu tun, denn auch vom Deutschen Institut für Menschenrechte ist über den Wahlrechtsausschluss hinaus bisher wenig über die Missstände in Einrichtungen berichtet bzw. getan worden. Wir brauchen also mehr versteckte Kameras, Undercoveraktionen und eine breite Öffentlichkeitsarbeit, um die Geschehnisse hinter den vielen Türen der Einrichtungswelt aufzudecken und eine Veränderung des Systems zu erreichen. Unrecht und Leid gab es nicht nur in den Behinderteneinrichtungen bis in die 70er Jahre in Westdeutschland oder bis 1990 in der DDR, sondern das ist Realität in Deutschland bis heute und wenn wir nichts entscheidendes ändern bis in alle Ewigkeit.


13.02.2017

Bessere Heil- und Hilfsmittel

Gesetzgeber plant Verbesserungen – das soll sich konkret bei der Versorgung mit Rollstühlen, Windeln oder Krankengymnastik ändern. Krankenkassen dürfen künftig nicht mehr nur auf den Preis von Hilfsmitteln schauen, sondern müssen auch deren Qualität berücksichtigen. 

Im September verabschiedete die Regierung einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung. Damit soll auch der sogenannte Windelskandal beendet werden – so zwingen Krankenkassen inkontinente Menschen oftmals zu schlechten Produkten, um Geld zu sparen. Das gilt auch für viele andere Hilfsmittel wie Rollstühle. Nun ist bekannt (heute tagte der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages), welche konkreten Verbesserungen der Gesetzgeber bei der Heil- und Hilfsmittelversorgung plant:

 
 
 
  • Krankenkassen dürfen künftig nicht mehr nur auf den Preis von Hilfsmitteln schauen, sondern müssen auch deren Qualität berücksichtigen und ihren Versicherten eine Auswahl zwischen verschiedenen Hilfsmitteln ermöglichen, ohne dass sie draufzahlen müssen. Dies muss regelmäßig kontrolliert werden.
  • Versicherte müssen von den verordnenden Leistungserbringern und den Kassen ausreichend beraten werden, welche Hilfsmittel, die die Kassen übernehmen, für sie geeignet sind.
  • Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) muss bis Ende 2018 das Hilfsmittelverzeichnis grundlegend aktualisieren.
  • Heilmittel werden weiter vom Arzt verordnet, der Therapeut bestimmt aber Auswahl und Dauer der Therapie (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie) sowie Häufigkeit der Behandlungseinheiten. Diese „Blankoverordnungen“ sollen vorerst in einem Modellvorhaben getestet werden.
Der Unterschied zwischen Heil- und Hilfsmitteln
Heilmittel unterstützen die Heilung – etwa eine Sprechtherapie nach einem Schlaganfall oder Krankengymnastik nach einem Unfall. Hilfsmittel dagegen helfen ein gesundheitliches Defizit auszugleichen, ohne es tatsächlich zu lindern, also Windeln bei Blasenschwäche oder ein Rollstuhl bei Lähmungen.
 
Heilmittel sind medizinische Dienstleistungen oder Behandlungen, die von Vertragsärzten verordnet und von speziell ausgebildeten Therapeuten erbracht werden. Arzneimittel sind also in diesem Sinne keine Heilmittel. Für Heil- wie Hilfsmittel gibt es einen Leistungskatalog.

http://rollingplanet.net/menschen-mit-behinderung-sollen-bessere-heil-und-hilfsmittel-bezahlt-bekommen/


 

 



08.02.2017

Aktuelle Studien der Cochrane-Gesellschaft:
Medikamente für Amputationsschmerzen sind kaum erforscht


Jährlich werden in Deutschland 60.000 - 80.000 amputiert. Viele leiden danach unter Phantom- und Stumpfschmerzen sowie unter damit verbundenen Schlafstörungen und Depressionen. Oft bleibt nur eine Schmerztherapie mit Medikamenten. Doch eine aktuelle Studienübersicht zeigt, dass deren Wirksamkeit und Nebenwirkungen bisher kaum erforscht sind.


 

Small Fiber Matrix Stimulation®

Was sich zunächst kompliziert anhört, ist eigentlich ganz einfach: Auf allen bomedus® Produkten sind kleine, punktförmige Elektroden in einer Matrix angeordnet. An den Körper gelegt schicken diese Elektroden feine Stromimpulse direkt unter die Haut an die Schmerzfasern – im Englischen „Small Fiber“ genannt.

Die gleichförmige Stimulation beruhigt die Nerven und verändert das Schmerzgedächtnis: Auf Dauer verlernt der Patient also seine Schmerzen durch die heilsamen Impulse! Keine Sorge, auch die Behandlung selbst ist schmerzfrei: Die wirkungsvollen Elektro-Impulse sind nur als leichtes Ziepen zu spüren. 

Was Experten zur Anwendung von Lyrica & Co sagen:
https://drive.google.com/file/d/0B0k-__72JtfccjNMd0dBU0pLOEE/view


Discubres Video:
Eine ganz besondere Modenschau - Mode ist für alle da!

https://www.facebook.com/discubre/videos/1270438049688985/


20.01.2017

Endlich darf Cannabis helfen     


Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen. Als Rauschmittel finden die weiblichen Teile Verwendung. Auch wenn der Konsum gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bedenklich ist, können Schwerkranke davon unter Umständen profitieren. Lange setzte man Cannabis genau aus diesem Grund ein.
Nicht zuletzt auf Druck der Pharmaindustrie wurde die Einschätzung der heilenden Wirkung von Cannabis jedoch zum Politikum.
Nun hat in dieser Woche der Bundestag ein neues Gesetz beschlossen, nachdem Cannabis auf Rezept an Schwerkranke, die z.B. an Multiple Sklerose, spastischen Lähmungen, Krebs, Asthma oder Tourette Syndrom leiden, abgegeben werden kann. Denn durch seine krampflindernde, appetitfördernde und schmerzlindernde Wirkung kann es die Lebensqualität vieler chronisch Kranker verbessern. 

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/cannabis-legalisierung-bundestag-beschliesst-freigabe-von-cannabis-auf-rezept-1.3340367

 

 


11.01.2017

Wieso ein junger Mann einen Rollstuhl fürs Gelände erfand


Noemi Mihalovici Noemi Mihalovici   

 

Schon mal gefragt, wie schwer das Leben mit einer körperlichen Behinderung in einer Gegend ohne geteerte Straßen sein muss? Der junge Brite Janna Deeble hat sich das gefragt – und den geländetauglichen Rollstuhl "Safariseat" entwickelt. Wie er funktioniert und wie erfolgreich die Kickstarter-Kampagne dafür war, erfahrt ihr im Video.

 

Zum Video:
http://www.bento.de/future/rollstuhl-fuers-gelaende-warum-die-erfindung-ein-riesiger-erfolg-bei-kickstarter-war-1075257/


10.01.2017
"Die meisten wollen nur in den Arm genommen werden" 

Sex auf Rezept für ältere oder behinderte Menschen, das schlägt eine Grünen-Politikerin vor. Ist das der richtige Weg, um das Thema zu enttabuisieren? Eine Sexualbegleiterin erzählt, worum es bei ihrer Arbeit geht.

Interview von Oliver Klasen

http://www.sueddeutsche.de/leben/sexualitaet-die-meisten-wollen-nur-in-den-arm-genommen-werden-1.3325688


 


11.08.2016

An allen Gliedmaßen amputierter Schotte besteigt Matterhorn

  "Es geht darum zu beweisen, dass man Großartiges erreichen kann, wenn man das Beste aus dem macht, was man hat, wenn man an sich glaubt und wenn man einen Schritt nach dem anderen geht." (Zitat Jamie Andrew)

Jamie Andrew ist sich ganz sicher, dass er der erste Mensch ist, der ohne Arme und Beine das Matterhorn bestiegen hat - auch wenn er es nicht beweisen kann. Nach einem Unfall wurden dem 47-jährigen Schotten beide Unterarme und beide Unterschenkel amputiert. Mithilfe von Prothesen erklomm er nun den Gipfel des 4478 Meter hohen Schweizer Wahrzeichens. Gemeinsam mit seinen zwei Begleitern benötigte er sechs Stunden für den Aufstieg und sechseinhalb Stunden für den Abstieg. Das sind fünf Stunden länger als die Durchschnittszeit für diese Tour.

Zum ganzen Artikel auf Spiegel online: http://spon.de/aeN7l
 


30.07.2016

Merkwürdiges zu Merkzeichen     G, aG, H, RF, B, Bl - Was deutet was?                                                  

Der Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von 50 ist nicht alles, was man im Schwerbehindertenrecht erhalten kann. Merkzeichen machen diesen Ausweis interessanter, aber wer kennt diese schon? 

https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/sozialrecht/schwerbehinderte/merkwuerdiges-zu-merkzeichen/?type=999&cHash=dcdb6ef2ee7b120a82a8643eb27ca672

 

 


 

4.07.2016

Am 30.06.2016 veröffentlichte Spiegel online folgende Nachricht
 

Nach Landminenunfall: 
 
Mosha, der Elefant mit der Beinprothese
 
 
Das Schicksal des Elefanten Mosha berührt die Menschen weltweit. Zehn Jahre ist es her, dass der Dickhäuter auf eine Landmine trat. Mittlerweile trägt die Elefantenkuh die neunte Gehhilfe.

Ihr Leben verdankte sie dem schnellen Einsatz von Tierschützern und Ärzten. Und nicht nur das, ihre Genesung schritt schnell voran. Mittlerweile brachten Ärzte ihr die neunte Beinprothese an. Jede war anders ausgeformt. Die immer neuen Hilfsmittel, jeweils aus Kunststoff und Stahl, waren notwendig, um das jeweilige Gewicht tragen zu können. Zum Vergleich: Als Mosha auf die Landmine trat, wog sie 600 Kilo, jetzt beträgt ihr Gewicht über 2000 Kilo.
Es geschah an der Grenze zwischen Thailand und Burma. Dort trat Mosha, gerade sieben Monate jung, auf eine Landmine.
Das war vor zehn Jahren. Doch Mosha hatte Glück, sie ereilte nicht das Schicksal vieler ihrer Leidensgenossen, sie überlebte.
 
 
 
http://www.spiegel.de/video/mosha-der-elefant-traegt-eine-beinprothese-video-1686182.html

 

 


29.06.2016

 

Auch in Köln 


Proteste gegen das Teilhabegesetz

 von Ottmar Miles-Paul

Demonstration am 27. Juni 2016 in Köln
Demonstration am 27. Juni 2016 in Köln 
© ZsL Köln

 

 

 

 

 

 

 

Köln (kobinet) Dass die massiven Proteste behinderter Menschen sich nicht nur auf Berlin begrenzen, wo die Bundesregierung gestern den Gesetzentwurf für ein Bundesteilhabegesetz im Kabinett beschlossen hat, hat sich in den letzten Tagen gezeigt. Neben Protesten in München, in Mainz und in Halle, fand auch in Köln am Montag eine Demonstration statt, wie Sandra Meinert vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben den kobinet-nachrichten mitteilte.

 

"Der Protest gegen das Bundesteilhabegesetz (BTHG) geht weiter. Auch in Köln fand am Montagabend kurz vor der Verhandlung des Gesetzentwurfs durch das Bundeskabinett eine Demonstration statt. In einem Trauermarsch trugen rund 100 Menschen das BTHG zu Grabe und brachten den Verkehr rund um den Neumarkt zum Erliegen. Dabei konnten viele Handzettel mit der Kritik am geplanten Gesetz an Passantinnen und Passanten verteilt werden. In seiner ergreifenden Grabesrede vor der Kirche St. Aposteln sprach der Priester von den enttäuschten Hoffnungen der Trauergemeinde auf ein gutes BTHG. Mit der musikalischen Darbietung von "Imagine" erreichte die Trauerfeier ihren tragischen Tiefpunkt. In Trauer vereint träumten die Zurückgebliebenen von einem Leben, das behinderten Menschen die gleichen Rechte bietet wie allen anderen. Der Westdeutsche Rundfunk berichtete im Fernsehen und Hörfunk über die Demonstration", heißt es vonseiten des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben in Köln.

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/34053

 

 


13.06.2015

Welche Pflegestufe wird zu welchem Pflegegrad

Wer bereits vor 2017 eine Pflegestufe anerkannt bekommen hat, wird automatisch in einen Pflegegrad übergeleitet. Es besteht also Bestandsschutz für bereits pflegebedürftige Menschen.

Die Überleitung von der Pflegestufe zum Pflegegrad findet nicht willkürlich statt sondern nach zwei ganz klaren Regeln:

  • Personen mit ausschließlich körperlichen Beeinträchtigungen werden von der bestehenden Pflegestufe in den nächst höheren Pflegegrad eingestuft
  • Personen mit geistigen Einschränkungen werden von der bestehenden Pflegestufein den übernächsten Pflegegrad eingestuft. Das heißt, hier wird ein Pflegegrad übersprungen.

 

In der Praxis bedeutet das, dass eine Umrechnung stattfindet.

http://www.pflege-durch-angehoerige.de/2016/06/10/psg-ii-verstehen-so-wird-ihre-pflegestufe-in-die-neuen-pflegegrade-umgerechnet/


13.06.2016

Teilhabegesetz widerspricht Vorgaben der UN

von Ottmar Miles Paul

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade © ISL

Berlin (kobinet) Die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Dr. Sigrid Arnade, war bei vielen Sitzungen dabei, als die Behindertenrechtskonvention bei den Vereinten Nationen in New York ausgehandelt wurde. In einem Interview mit der Jungen Welt zeigte sich die Behindertenrechtlerin entsetzt über den Referentenentwurf zum Bundesteilhabegesetz, der den Vorgaben der UN eklatant widerspreche.

Auf die Frage von Ralf Wurzbacher von der Jungen Welt: "CDU/CSU und SPD haben am Mittwoch abend den Entwurf für ein Bundesteilhabegesetz für Menschen mit Behinderungen beschlossen. Während die sozialdemokratische Arbeitsministerin Andrea Nahles so tut, als wäre das der ganz große Wurf, sprechen Behindertenverbände von einer 'großen Enttäuschung'. Was stört Sie an den Plänen?" antwortet Sigrid Arnade: "Nicht alles, aber ziemlich viel. Das geht los mit der Reform der Eingliederungshilfe, die man aus der Sozialhilfe heraus- und ins Sozialgesetzbuch IX überführen will. Die damit verheißenen Ziele – mehr Selbstbestimmung, Inklusion, die Verwirklichung von Menschenrechten – sind aber weitgehend Etikettenschwindel. Tatsächlich wird der Zugang zu notwendigen Leistungen erschwert, was vor allem an der sogenannten 5-aus-9-Regelung liegt: Die besagt, dass nur Anspruch auf Hilfe hat, wer in fünf von neun definierten Lebensbereichen erheblichen Einschränkungen unterliegt."

Im weiteren Interview bringt Sigrid Arnade zum Ausdruck, dass sie nicht hoffe, dass dieser Unsinn umgesetzt wird und weist auf weitere Probleme mit dem Referentenentwurf hin. So zum Beispiel der Vorrang der Hilfe zur Pflege gegenüber Leistungen der Eingliederungshilfe. Dies komme einer Bevorzugung stationärer Wohnformen gleich und damit einer Abkehr vom Gedanken des selbstbestimmten Lebens. Damit widerspreche der Referentenentwurf eklatant den Vorgaben der Vereinten Nationen und sei schlichtweg eine Mogelpackung, so die Kritik von Sigrid Arnade in der Jungen Welt vom 4. Juni.

https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2016/06-04/005.php

 


17.05.2016

 

Noch immer Gold-Hoffnung: 
Dieb gibt Beinprothesen von Vanessa Low zurück

Spiegel online berichtet kürzlich:

Erleichterung für Vanessa Low: Der deutschen Weltmeisterin wurden die Sportprothesen gestohlen, sie musste um ihre Teilnahme an den Paralympischen Spielen in Rio bangen.
Nun hat sie der Dieb wieder zurückgegeben. 


 

 

 


 

 

    

 

impressionen OT World 2016

Fotos:  V. Dill

 

  

 

 



20.04.2016

Nationalpark Hainich mit Spezial-Rollstuhl

Menschen mit Behinderung sollen künftig leichter den Nationalpark Hainich in Bad Langensalza (Thüringen) erkunden können. In den nächsten Tagen werde ein sogenannter Wanderrollstuhl eingesetzt, kündigte Nationalparkchef Manfred Großmann an. „Für Kinder und Jugendliche auf Klassenfahrt, aber auch für Wandergruppen ist er ideal.“ Damit werde Menschen mit Handicap der Zugang zur Natur erleichtert. Erste Erfahrungen mit dem speziellen Gefährt gibt es laut Großmann bereits im hessischen Nationalpark „Habichtswald“ bei Kassel (siehe Video unten).

Der erste Rollstuhl dieser Art nennt sich Joëlette (ROLLINGPLANET entdeckte das Gefährt bereits vor drei Jahren. Joëlette wird in der bereits barrierefrei ausgebauten Jugendherberge Lauterbach bei Eisenach stationiert. Er kommt den Angaben zufolge aus französischer Produktion und kostet in der gegenwärtigen Ausstattung 3.500 Euro. Der Rollstuhl sei eine Kombination aus Sänfte und Schubkarre und rolle auf einem Rad, erläuterte Großmann. Einer ziehe, ein anderer schiebe ihn.

Der Reha-Sportverein „Ich lebe ohne Hindernisse“ aus Mühlhausen hat das Gefährt dem einzigen Thüringer Nationalpark zur Verfügung gestellt, der es an Wanderer mit Handicap gegen eine geringe Gebühr verleihen will.

 

 


11.04.2016


Das Freikaufen wird jetzt teurer

 

 

Die Mittelbayrische Zeitung veröffentlichte vor einigen Tagen in einem Artikel von Benjamin Neumaier darüber, dass es für Unternehmen demnächst teurer wird, sich durch eine Abgabe um die Einstellung von behinderten Mitarbeitern zu drücken.

Ab 20 Mitarbeiter in einer Firma gilt bisher, dass fünf Prozent der Mitabeiter mit Behinderten besetzt werden sollen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen besetzen jedoch bisher gerade mal die Hälfte der Pflichtplätze. Der öffentliche Dienst in Bayern geht da jedoch mit gutem Beispiel voran. Hier läge der Anteil sogar bei 6,7 Prozent. In der Privatwirtschaft seien es dagegen nur 3,9 Prozent: Je kleiner das Unternehmen, desto schlechter die Quote.


Die Strafgebühr wird nach dem Anteil der behinderten Beschäftigten berechnet und liegt zwischen 115 - 200 Euro pro MONAT. Doch für kleine Firmen gibt es Sonderregelungen. Arbeitgeber mit weniger als 40 Beschäftigten müssen nur einen schwerbehinderten Menschen einstellen oder 115 Euro bezahlen.

Zukünftig steigt die Abgabe von 115 Euro auf 125 Euro. Immerhin ein gutes Signal.



 


 

03.03.2016       


Fiktiver Bescheid an Bundestagsabgeordneten

 

Berlin (kobinet) Was es bedeuten würde, wenn Bundestagsabgeordnete, die in ihrer Tätigkeit auch Assistenz nutzen, mit behinderten AssistenznutzerInnen gleichgestellt würden, hat Constantin Grosch in einem fiktiven Bescheid an eine Reihe von Bundestagsabgeordneten deutlich gemacht. Denn diesen würden dann nach den derzeitigen Regelungen nur 2.600 Euro an Ersparnissen bleiben und sie müssten ein Großteil ihres Einkommens abgeben.


Bescheid an die Bundestagsabgeordneten

Unter dem Betreff "Neufestsetzung Ihrer Abgeordnetenentschädigung zum 01.07.2016" schrieb Constantin Grosch in einem fiktiven Bescheid der Bundestagsverwaltung folgendes an die Bundestagsabgeordneten:

"Sehr geehrter Herr Abgeordneter ...,
durch die Verabschiedung des Gesetzes zur Änderung des Abgeordnetengesetzes vom 11.02.2014 wird eine Neufestsetzung Ihrer Abgeordnetenentschädigung nötig. Gem. § 11 Abs. 4 erfolgt dies erstmalig zum 01.07.2016. Ihre monatliche Entschädigung steigt gem. dem vom Statistischen Bundesamt ermittelten Nominallohnindex um 4,8 %. Neben den monatlichen Beiträgen zur Pflegeversicherung i.H.v. 26,13 € müssen wir Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass Ihnen zusätzlich 58.579,92 € Ihres jährlichen Einkommens abgezogen werden. Darüber hinaus weise ich Sie freundlichst auf Ihre Verpflichtung zum Einsatz Ihres gesamten Vermögens oberhalb von 2.600,00 € hin. Das Einkommen und Vermögen Ihres Partners bzw. Ihrer Partnerin muss ebenfalls berücksichtigt werden. Bitte teilen Sie uns also umgehend deren Einkünfte und Vermögen mit. Gemeinsam dürfen Sie ein maximales Vermögen i.H.v. 3.214 € besitzen. Diese Regelung ergibt sich daraus, dass Sie zur Ausübung Ihrer Abgeordnetentätigkeit Assistenz nutzen und mit behinderten Menschen, die Unterstützung nach dem Elften Kapitel SGB XII benötigen, gleichgestellt werden."...

Lesen Sie den ganzen Artikel auf:

http://www.kobinet-nachrichten/de

 


2.3.2016

Barrierefreie Gästeführungen für Alle

 

Auf der Website von Ostfriesland.de wurde am 29.02.2016 über ein neues Weiterbildungsangebot "Barrierefreie Gästeführungen für Alle" berichtet, das großen Anklang gefunden hat.

 

Mehr als 20 Gästeführer, Wattführer und Mitarbeiter von Museen haben sich am 26. Februar im Rahmen des Fachseminars „Barrierefreie Gästeführungen für Alle“ in Bad Zwischenahn weitergebildet. Das gemeinsam von der Ländlichen Erwachsenbildung (LEB) und der Ostfriesland Tourismus GmbH (OTG) angebotene Seminar vermittelte praktische Tipps für die Gestaltung, Organisation und Umsetzung von Führungen, an denen auch Gäste mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen teilnehmen. Anhand von Fallbeispielen, Filmausschnitten und praktischen Sensibilisierungsübungen erläuterte Referent Dr. Kai Pagenkopf, welche Zielgruppen von barrierefreien Gästeführungen profitieren und welche technischen Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

Das Seminar hatte in der Region großes Interesse hervorgerufen. Dr. Natalie Geerlings, Mitarbeiterin der LEB und verantwortlich für die Umsetzung des Seminars berichtete, dass die Nachfrage am Seminar weitaus größer war als die Anzahl der Plätze war. Aufgrund der großen Nachfrage findet am 25. April ein weiteres Seminar statt.

 

Barrierefreier Tourismus in Ostfriesland

Seit 2011 setzt sich die Ostfriesland Tourismus GmbH für die Entwicklung eines barrierefreien Tourismus auf der ostfriesischen Halbinsel ein. Neben der individuellen Beratung der Gäste und der  Vermarktung der barrierefreien Angebote, sind das Schaffen von Netzwerken und die Zertifizierung barrierefreier Angebote wesentliche Bestandteile der Tätigkeiten.
Seit 2012 ist die OTG Mitglied in der AG „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“, einem bundesweiten Zusammenschluss von Tourismusregionen und -orten, die sich für die Entwicklung eines barrierefreien Tourismus in Deutschland einsetzen. 

Emdener Hafentor

 

Nachfrage nach barrierefreien touristischen Angeboten steigt

Bereits heute leben in Deutschland etwa 10 Mio. Menschen mit einer Behinderung, die zu Hause wie auch im Urlaub auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Im Durchschnitt ist damit gut jeder achte Einwohner (13 %) behindert. Viele chronische Erkrankungen und Behinderungen treten erst mit zunehmendem Alter auf.  Durch den demografischen Wandel wird der Anteil älterer Menschen immer mehr zunehmen. Zukunftsprognosen sagen voraus, dass im Jahr 2050 jeder dritte Deutsche älter als 60 Jahre sein wird. Damit steigt nicht nur der Anteil der Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, sondern auch die Nachfrage nach barrierefreien touristischen Angeboten. Barrierefreiheit im Tourismus ist aber nicht nur für behinderte und ältere Menschen Voraussetzung für einen gelungenen Urlaub. Barrierefreie Angebote bieten auch Familien, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind, Menschen mit kurzzeitigen Verletzungen u.v.m. ein Plus an Komfort und Service. 

       


Ostfriesland Tourismus GmbH 

Carolin Ganschinietz
04 91 / 91 96 96 64
presse‎@‎‎ostfriesland.de

Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB)
Regionalbüro Weser-Ems
Dr. Natalie Geerlings
0 44 03 / 9 87 48 20
natalie.geerlings‎@‎leb.de

 

 


26.02.2016


Auf der Facebookseite des Sozialverband VdK Deutschland e.V. wurde gestern über die Änderung berichtet:

Medizinische Reha kann ab April jeder Arzt verordnen
Die Verordnung von medizinischer Rehabilitation wird in Zukunft deutlich einfacher. Das viel kritisierte zweistufige Antragsverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung wird damit abgeschafft. Die Änderungen treten zum 1. April 2016 in Kraft.

Ab April können Ärzte medizinische Rehabilitationsleistungen direkt auf einem Formular verordnen. Bisher mussten sie auf einem extra Formular vor der eigentlichen Verordnung prüfen lassen, ob die gesetzliche Krankenversicherung leistungsrechtlich zuständig ist. Diese Prüfung ist dann nicht mehr vorgeschrieben.
Zudem kann künftig jeder Arzt eine medizinische Reha verordnen. Bisher durften das nur jene Mediziner, die über eine rehabilitationsmedizinische Qualifikation und damit eine extra Genehmigung verfügten. Für Patienten ist dies eine Verbesserung, denn sie können die Reha nun auch von ihrem Hausarzt verordnet bekommen.

„Patienten wünschen sich schon lange einen schnellen und unbürokratischen Zugang zu Rehabilitationsmaßnahmen, vor allem auch aus der ambulanten Versorgung. Daher ist es gut, dass die Rehabilitationsrichtlinie endlich dahingehend überarbeitet wurde“, begrüßt VdK-Präsidentin Ulrike Mascher die Änderung.

Die Vereinfachung im Antragsverfahren sagt jedoch nichts darüber aus, ob die Reha von der Krankenkasse bewilligt wird. Generell gebe es viel zu wenig ambulante, wohnortnahe Reha-Angebote. „Die Krankenkassen stellen die Rehabilitationsfähigkeit gerade älterer Patienten häufig in Frage und lehnen den Reha-Antrag ab“, so die VdK-Präsidentin. In knapp 70 Prozent der Fälle hätten die Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) eine Reha-Eignung verneint. Nur etwa jeder fünfte Antrag auf eine Reha wird bewilligt. Bei einer Absage hat man einen Monat Zeit, Widerspruch einzulegen. Der VdK rät, auf jeden Fall auf einen schriftlichen Bescheid zu bestehen und eine mündliche Absage nicht zu akzeptieren. Der Sozialverband VdK ist seinen Mitgliedern behilflich, Widerspruch einzulegen.

                                                      

 


 

23.02.2016

Ticket für wechselnde Begleitperson

Die Verbandszeitung des VDK - Ihr Sozialverband Deutschlands berichtete vor längere Zeit 
über Neuerung bei der 
Lufthansa für schwerbehinderte Menschen mit Assistenz

Schwerbehinderten Menschen, die mit Assistenz reisen, bietet die Lufthansa bis auf weiteres im Rahmen der von ihr gewährten Kulanz die Möglichkeit, bei einem unvorhergesehenen Wechsel der Begleitperson den Namen der Begleitperson im bereits gebuchten Flugticket zu ändern. Das teilte die Lufthansa auf Anfrage dem VdK-eigenen Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität (IbGM) mit. Voraussetzung für diesen kostenlosen Service ist die Vorlage eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen "B".
Lufthansa Service Center Telefon: 069 86 799 799

 

 

10.02.2016

Weg mit den Barrieren!            


Die Verbandszeitung des VDK - Ihr Sozialverband Deutschlands berichtete in der Februar-Ausgabe 2016 vom Start der bundesweiten Kampagne "Weg mit den Barrieren!".
Es ist an der Zeit sic
h für ein barrierefreies Deutschland stark zu machen. Bereits 2009 hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben und sich verpflichtet, die gesetzlichen Voraussetzungen für eine inklusive Gesellschaft zu schaffen. Dazu zählt die barrierefreie Zugänglichkeit aller Lebensbereiche für Menschenmit und ohne Behinderung in unserem Land. Gleichzeitig berichtet die Verbandzeitung, dass 90% der Arztpraxen diese Voraussetzungen nicht umfassend bieten. Der Sozialverband fordert deshalb gerade von Gesundheitsbranche und Politik schärfere Regelungen.

 

 

 

 

 


 

29.01.2016

 Erstmals Lego-Figur im Rollstuhl  

  

Weltweit leben mehr als 150 Millionen Kinder mit einer Behinderung. Doch der dänische Spielwarenhersteller Lego hatte bisher dieses Thema in seinem Sortiment komplett ausgespart.
Nun kommt im Juli erstmals ein typische Legofigur im Rollstuhl sitzend heraus.
Das Internationale paralympische Komitee wandte sich auf Twitter an Lego: „Das ist großartig, danke für die Förderung von Vielfalt!“ Ein weibliches Pendant zum lächelnden Männchen im Rollstuhl wird es jedoch vorerst nicht geben... 

 


 

20.01.2016

Model im Rolli - Tan Caglar - perfekt unperfekt

Im Rollstuhl auf dem Laufsteg zeigt sich ganz selbstbewusst Tan Caglar.
Wegen einer fortschreitenden Rückenmarkserkrankung nutzt er seit zehn Jahren den Rollstuhl und er IST ein echter Hingucker, auch weil er nicht in die Norm passt. 

 

In den letzten Jahren hat sich unglaublich viel getan: Menschen mit Behinderungen werden in ihrer individuellen Ästhetik oft schon viel positiver wahr genommen. Tan Caglar möchte gern dazu beitragen, dass Rollstuhlmodels öfter bei Fashionshows zu sehen sein werden.
 

Spiegel online 19.01.2016 - "...Er sieht gut aus, und er sitzt im Rollstuhl. Auf der Fashion Week in Berlin ist Tan Caglar

erstmals auf dem Catwalk zu sehen - er bekommt viel Aufmerksamkeit. Nicht alle Model-Kollegen reagieren positiv."...

 

Stern online 18.01.2016 - "... Hildesheim - Als klar wurde, dass Tan Caglar dauerhaft nicht mehr ohne Rollstuhl auskommen würde, versank er in tiefe Depressionen. «Ich habe quasi zwei Jahre hier auf dem Sofa vor dem Fernseher verbracht», erzählt der 35-Jährige in seiner Hildesheimer Wohnung..."


 

 
Auf der Berliner Fashion-Week 2016
Foto: Angela Wulf

 


 

19.01.2016

Spiegel Online veröffentlichte kürzlich einen Artikel
über eine Studie zu Prehabiliation - Ein interessanter Ansatz

Prehabilitation                                    

Gravierende Operationen schlauchen den Körper und schwächen die Muskeln. Prehabilitation soll das zu verhindern helfen. Kranke trainieren bereits vor einem geplanten Eingriff ihre Beweglichkeit und Kraft.
Wie gut das wirklich hilft, untersucht eine Studie bei Knie- und Hüftpatienten, da eine Pilotstudie im vergangenen Jahr bereits sehr viel versprechend verlaufen war. 

Prehabilitation sollte auch bei anderen Operationen, wie zum Beispiel bei Amputationen in Betracht gezogen und nach meiner Ansicht durchaus bei den behandelten Ärzten nachgefragt werden. 


Hier noch ein eigener Erfahrungsbericht zu einer Hüftoperation:
Neue Hüfte

 

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